Freehoster stellen im Internet kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung und finanzieren ihre Angebote in der Regel über Werbeschaltungen. Der Freehoster stellt eine Third Level Domain zur Verfügung, im Domainnamen taucht also im Second Level die Domain des Hosters auf. Der Gratiswebspace von Freehostern bietet den Nutzern die Möglichkeit, den Quellcode ihrer Seiten selbst zu bearbeiten, beziehungsweise zu erstellen. Jeder, der eine Internetpräsenz ins Web stellen möchte, benötigt einen Server auf dem er seine Dateien für den Zugriff ablegen kann. In den meisten Fällen ist es sinnvoll sich eine eigene Top Level Domain zuzulegen und sich für wenige Euro für einen werbefreien Hoster zu entscheiden.
Für viele Besucher einer Website ist aufdringliche Werbung ein klares Kriterium, eine Seite gleich wieder zu verlassen. Natürlich kann man bei den meisten Anbietern auch werbefreien Webspace kaufen, dann kann man aber auch gleich bei einem Top Level Domain hoster mieten. Auch die Suchmaschinen ‘mögen’ Top Level Domains einfach lieber. Doch nicht jeder möchte für seine Website bares auf den Tisch legen und für Testzwecke ist Gratis-Webspace eine feine Sache. Doch Vorsicht: nicht bei jedem Anbieter darf der Speicherplatz mit unnötigen Testseiten blockiert werden. Einige Anbieter bieten ihren Gratis-Webspace gleich werbefrei an, dafür ist die tatsächliche Nutzung jedoch geregelt und an diese Regeln muss man sich halten. Als praktischer Datenspeicher dürfen die Angebote in der Regel nicht genutzt werden, dafür stellen so genannte Filehoster Speicherplatz zur Verfügung.
Grundsätzlich muss man die Vor- und Nachteile von kostenlosem Webhosting abwägen und dann entscheiden, ob diese Angebote für einen selbst in Frage kommen. Ein Nachteil sind ohne Frage die oft ellenlangen Domainnamen – klarer Vorteil ist natürlich, dass es nichts kostet. Auf die Sicherheit hingegen legt der ein oder andere Freehoster nur ungenügend Wert. Auch um die Erreichbarkeit der Seiten, kann es unter Umständen schlecht bestellt sein. Was nutzt die schönste Website, wenn sie die halbe Zeit nicht erreichbar ist? Ist eine Seite zweimal nicht erreichbar, wird kein Besucher ein drittes Mal vorbeischauen. Klar dürfte sein, dass Suchmaschinen nicht indexierbare Seiten, die also gerade down sind, nicht listen. Wenn ein Freehoster nach einigen Monaten feststellt, dass sein Geschäft nicht läuft und den Server einfach still legt, sind auch die gehosteten Seiten nicht mehr erreichbar.
Im Prinzip nicht weiter schlimm, man kann seine (hoffentlich lokal gesicherten) Dateien bei einem anderen Freehoster hochladen. Ärgerlich ist das ganze erst, wenn eine Seite inzwischen recht bekannt ist und der Domainname plötzlich nicht mehr existiert. Inzwischen gibt es einige Freehoster, die recht stabile Systeme betreiben. Wer sich für einen Freehoster entscheidet, sollte die Angebote in jedem Fall sorgfältig miteinander vergleichen. Traffic und Dateigrößen sollten wenn möglich unbegrenzt sein und selbst PHP und MySQL-Datenbank, gibt es inzwischen auch bei Gratis-Angeboten.
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