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Neuer Sport: Schnäppchenjagd online

Dienstag, März 31st, 2009 | Author: Dirk

Unter einem Schnäppchen versteht der Verbraucher einen zu einem sehr vorteilhaften Preis eingekauften Artikel, deutlich unter üblichem Marktwert. Der neue Volkssport Schnäppchenjagen macht Spaß im Internet und es kann dabei sehr lohnenswert zugehen! Wie und wo findet man Schnäppchen im Internet, das ist wohl die Gretchenfrage aller Schnäppchenjäger und auch der jeweilige Schlüssel zum Erfolg. Gebrauchs oder Sammlerartikel deutlich unter ihrem Marktwert findet man zuhauf auf den Angebotsseiten von renommierten Onlineauktionshäusern oder unter den privaten Kleinanzeigen mancher Tageszeitungen, in Blogs oder Internetforen. Das gebräuchlichste und ergiebigste Jagdrevier dürfte ohne Zweifel der Onlinegigant eBay sein, der mit seinen multinationalen Filialen das Onlineauktionsbusiness stark dominiert.

Für den Schnäppchenjäger ist das Schnäppchen ein lichtscheues Jagdwild und es läuft ihm nur selten vor die Flinte. Schnäppchenjagd will durchdacht sein und der clevere Jäger macht sich die Schwächen anderer zur Stärke. Die Schwächen der Auktionshäuser sind schnell definiert, es ist in erster Linie die unverhüllte Transparenz der Struktur und das zeitlimitierte Auktionsende. Der Jäger verfügt in der Regel über eine gute und schnelle Internetverbindung und kann sich daher sogenannte “Sniperbids” in allerletzter Sekunde einer Auktion leisten. Hierzu ist wichtig, die Bietdetails komplett ausgefüllt zu haben, so das der Jäger nur noch auf die Eingabetaste drücken muss, um sein Gebot zu übermitteln. Es gibt Bietassistenten-Software mit solchen Eigenschaften, welche das Bieten in letzter Sekunde mit vordefinierten Parametern automatisieren. Dieser Taktik, erst in letzter Sekunde der Auktion zu bieten, bedient sich ein Großteil aller Schnäppchenjäger in der Arena der Onlineauktionen.

Eine weitere Schwäche des Systems liegt in dem Fakt, dass kein Rechtschreibprüfprogramm Markennamen identifizieren kann und die Auktionsfirmen immer uneditiert die vom Verkäufer eingestellte Artikelbeschreibung übernimmt. Diese werden dann wegen ihrer manchmal gravierenden Schreibfehler von den Mitbewerbern um einen solchen Artikel gar nicht erst aufgefunden. Fehlende Auffindeoptionen der Suchhilfen resultieren in weniger Aufmerksamkeit. Oft dümpelt ein solcher Artikel dann ohne Gebot durch die Auktion und kann durch ein schnelles Gebot zum Auktionsende hin von seinem unbeachteten Schicksal erlöst werden. Nagelneue Caterpillar Schnürstiefel in passender Größe fanden erst kürzlich einen neuen Besitzer, nämlich mich. Für das Mindestgebot von 1,00 €, denn der gute Besitzer verkaufte sie unter der Rubrik Baumaschinen als: “Katerpilar Schuh, schön”. Spielen Sie einfach einmal mit der Suchfunktion und geben Sie gezielt falsch buchstabierte Markennamen ein von Markenartikeln, welche Sie interessieren, Sie werden überrascht sein.

Von wahren Schnäppchen wimmelt es gelegentlich in den undefinierten Rubriken, welche meist “Sonstiges” oder ähnlich heißen. Nicht jeder Einsteller kann einen Artikel definieren und beschreiben. Markenparfums stehen manchmal unter “Hautpflegeartikel” oder tragbare DVD-Player mit Kleinmonitor unter “Autozubehör, Sonstiges”. Gratisproben, freie Muster, Werbeproben, Umsonst, Testgebinde sind einfache Schlagworte für die Googlesuche nach Herstellern von Seifen, Cremes oder Waschmitteln, welche ihr neues Produkt verschenken wollen, um es bekannt zu machen, auch hier gab es auch schon Schönes in der Vergangenheit abzustauben.



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