Online Auktionen sind in aller Munde, sei es wegen besonderer Schnäppchen oder kriminellen Machenschaften oder aber auch wegen etwa besonderen, das Interesse der Öffentlichkeit erregenden Angebote. Doch sind Online Auktionen wirklich günstig? Auktionen sind Veranstaltungen, bei denen meist ein sächlicher Gegenstand (Ware) oder die Verrichtung einer Leistung (Dienstleistung) oder ein Besitz von Wert (Immobilie, Copyright an einem Buch) gegen Höchstgebot verkauft wird.
Der Veranstalter oder auch Auktionator überwacht die Transaktion und erhält für seine Leistung in der Regel einen Prozentsatz aus dem erzielten Erlös als Provision. Werden Gebote erbeten, um beispielsweise ein Bauwerk oder eine Dienstleistung behördlich oder gewerblich leisten zu lassen, dann spricht man von einer Ausschreibung oder Auslobung. Bei jeder Auktion gibt es feste Regeln, welche im Voraus von den Teilnehmern als bindend anerkannt werden müssen. Seit dem Zeitalter des Internet hat das www auch die Stellung eines Auktionators auf verschiedensten privaten Websites eingenommen, auch hier gibt es feste Regeln.
Während beispielsweise Kunstauktionen der berühmten Auktionshäuser gegen Höchstgebot nicht zeitlimitiert sind, sondern erst dann enden, wenn kein Bieter mehr das Vorgebot in einer vom Auktionator festgelegten Zeitspanne überbietet, laufen Online Auktionen der führenden Online Auktionshäuser nach anderen Richtlinien ab. Hier wird vom Einlieferer bei der Einstellung der Offerte eine Zeitfrist angegeben, welche bindend die Auktion beendet. In den meisten Fällen ist diese Auktionszeitspanne vom Einlieferer vorwählbar. Artikel werden nach Sachgruppen geordnet, menügeführt angeboten, um dem Bietinteressenten Überblickmöglichkeiten zu verschaffen.
Je nach Sachverhalt sind auf dem dargebotenen Artikel bereits Gebote eingegangen oder auch nicht. An der Auktion kann jeder Internetteilnehmer partizipieren, der vorher bei der jeweiligen Auktionswebsite sich als Mitglied einschrieb und die Auktionsregeln anerkannt hatte. Ab diesem Moment wird das Mitglied unter einem frei wählbaren Teilnehmernamen geführt, diesen nennt man auch Nick (Abkürzung für Nickname = engl. für: Spitzname). Nach Abgabe eines Gebotes, welcher das angesetzte Mindestgebot erreichen muss oder ein bestehendes Gebot eines anderen Teilnehmers um eine gewisse Summe übersteigt, erscheint der Nick des Bieters nebst Gebot auf der Gebotsseite des jeweiligen Artikels als Höchstbietender. Es steht dann allen anderen Teilnehmern frei, dieses Gebot vor Ablauf der Zeitfrist erneut zu überbieten.
Ob ein Artikel nun günstig ist, das entscheiden potenzielle Mitbieter. Bei einem nagelneuen Handymodell eines der führenden Hersteller oder einer Digitalkamera der Topklasse stehen Chancen für ein Schnäppchen schlecht, es sei denn, der Verkäufer listete seinen Artikel mit Schreibfehler ( Nockia N95, Cannon EOS, Coca-Cola Emalljeschilt) oder die Auktion endet mitten in der Nacht, wenn nur wenig Bieter vor den Monitoren sitzen. Clevere Schnäppchenjäger benutzen Bietroboterprogramme, welche Gegengebote bis zu einem einstellbaren Limit automatisch überbieten, oftmals erst in letzter Sekunde vor Auktionsablauf. Fachkenntnisse vom angebotenen Artikel sind sicher hilfreich, es werden auch ahnungslos Kopien von Markenartikeln angeboten oder schadhafte Geräte, ein Anbieter ist für eine ehrliche Beschreibung seines Artikels verantwortlich.
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25. April 2009 um 12:54
[...] und kann sich daher sogenannte “Sniperbids” in allerletzter Sekunde einer Auktion leisten. Hierzu ist wichtig, die Bietdetails komplett ausgefüllt zu haben, so das der Jäger nur [...]