Apotheken im Internet Informationen und Ablauf

Die Internet-Apotheke – nur Humbug oder doch kundenfreundlicher Service mit wirklich nennenswertem Geldspareffekt? Das notwendige Procedere hierzu einmal im Klartext und transparent für den Verbraucher erklärt. Internetshops schießen überall wie Pilze nach einem Regen aus dem Boden und machen auch keinen Halt vor traditionellen Apotheken. Die gesetzliche Situation im Zusammenhang mit dem Erwerb pharmazeutischer Produkte bedingt eine besondere Vorgehensweise, welche aber noch lange nicht jedermann klar erscheint. Wir versuchen da etwas Licht ins Dunkel zu bringen und räumen mit Vorurteilen auf.

Bedingt durch eine sehr straffe Struktur der Gesetze im Gesundheitswesen, haben wirkliche Discountanbieter auf dem Pharmasektor sich, die Bundesrepublik betreffend, bisher im Wesentlichen nur auch die pharmazeutische Industrie beschränkt, wo nun „No Name“ Produkte in Massen in die sicher geglaubte Phalanx der etablierten Pharmagiganten einbrechen. Dass ein rezeptpflichtiges Medikament auch nur auf Rezeptvorlage abgegeben werden darf, das kann man ja noch nachvollziehen, aber das der Gesetzgeber, unsere gewählten Volksvertreter also, uns Bundesbürgern dann auch noch per Gesetz vorschreiben, was wir für ein rezeptpflichtiges Medikament bezahlen müssen, das ist reine Schikane. Es verhindert eine freie Marktwirtschaft und sorgt dafür, dass Pharmakonzerne und Apotheken mit fetten Profiten arbeiten können, ohne sich auch nur im Geringsten um den Wettbewerb kümmern zu müssen.

Das natürlich zu Lasten und auf dem Rücken des Wählers, der den feinen Damen und Herren ihre Pöstchen erst einmal verschafft hat. Aber es erklärt nebenher, warum deutsche Arzneimittel beispielsweise in Thailand oder auf den Philippinen mit bis zu 90% Preisnachlass ohne jede staatliche Subvention angeboten werden. Mögliche Discounts der Internet Apotheken beziehen sich also ausschließlich auf die rezeptfreien Medikamente, welche ohnehin einem freien Markt und freier Kalkulation bei den bodenständigen Apotheken nur noch selten zum „Listenpreis“ verkauft werden.

Besagte irrationalen und längst nicht mehr tragbaren Gesetze verlangen fernerhin vom Verbraucher, dass dieser der Apotheke seiner Wahl das Originalrezept vorlegt. Beim rezeptpflichtigen Medikamenteinkauf ist das gleichzusetzen mit einem Einsenden des Originalrezeptes per Post. Anstatt also beim Apotheker um die Ecke sein preisgebundenes Medikament zu erstehen, muss der Kunde bei der Internet Apotheke zum Postamt oder Briefkasten laufen und ein Couvert absenden und dann auf sein Versandpäckchen oder Paket warten, dieses gegebenenfalls irgendwo abholen oder zum Zustellzeitpunkt im Haus sein.

Dieser Mehraufwand ist auch dann nicht kundenfreundlich, wenn der Internet Apotheker das Briefporto erstattet oder versandkostenfreie Lieferung anbietet, wie viel das ausmacht kann mit dem Versandkostenrechner ermittelt werden. Der Kunde profitiert also in keinster Weise von den reduzierten Betriebskosten einer Internetapotheke, wie es bei vielen Internetshops der Fall ist. Sollte es auch im Apothekenbereich zu einer freien Preisbildung kommen, dann können Internet Apotheken durchaus preiswerter anbieten, weil diese ja keine teuren Mietpreise in Innenstadtlagen für Apothekenimmobilien und geschultes Fachpersonal kalkulatorisch berücksichtigen müssen. Nicht alles ist wirklich billiger oder mit Vorteilen im Internet zu erstehen, besonders dann nicht, wenn antiquierte Gesetze nicht den Bürger, sondern die Branchenprofite schützen!

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