Videoformate erklärt – MOV, AVI und Co. im Überblick

Videos findet man überall, auf Plattformen wie Youtube oder Vimeo. Doch warum kann man manche Videos auf nur bestimmten Geräten abspielen, nehmen manche mehr und manchen wenigen Speicherplatz ein oder was hat es mit den Dateiendungen wie , etc., auf sich?

Der Grund dafür ist, dass jedes Video in einem bestimmten Videoformat abgespeichert ist. Welche Videoformate es gibt, und welche Funktionen bzw bestimmte Eigenschaften diese haben, werden in diesem Artikel weiter erläutert.

Überblick über die gängigsten Videoformate

Überblick über die gängigsten Videoformate

1.Was ist Avi?

Das von Microsoft entwickelte Videoformat AVI ist das am weitesten verbreitete Format, welches sich auf fast allen Geräten, wie beispielsweise auf dem DVD-Player abspielen lässt.

Es wird zur Datenübertragung und Speicherung von Datenströmen genutzt. Diese Technologie fasst Bild, Ton und Untertitel zusammen, um diese synchron abzuspielen.

Somit können verschiedene Filmformate auf das AVI Format umgewandelt werden, sodass sie auf vielen Betriebssystemen wie linux, Mac, Windows, etc. gespeichert und geöffnet werden können.

Leider jedoch mit einem kleinem Qualitätsverlust und einem bis zu 20 Fach höherem Speicherbedarf, als bei anderen komprimierten Dateien, wie der MPEG Datei.

2. Was ist MOV?

Bei der Dateiendung „mov“ handelt es sich um ein Standard videoformat. Es wurde von Apple für den QuickTimePlayer entwickelt und beinhaltet verschiedene Spuren, welche mit mehreren Codecs kodiert sein können.

Was man unter einem Codec versteht, ist dass es Daten und Signale kodiert und dekodiert.

Das mov Format hat eine hohe Kompatibilität, sodass es mit vielen Betriebssystemen genutzt werden kann und nur einen geringen Speicherplatz einnimmt.

Die Kompression ist jedoch an Verluste gebunden, wodurch der Nachteil entsteht, dass die Qualität der mov Datei im Nachhinein nicht mehr so hoch ist, wie beim Ursprungs Video.

3. Was ist MP4?

Basierend auf Apples QuickTime Player, ersetzt das MP4 Format die meisten der älteren Datenformate und ist auch durch das eigenständige Codec-Format nur auf neueren Geräten abspielbar.

Von der „Moving Picture Expert Group (MPEG)“ entwickelt, können durch dieses Videoformat nicht nur, wie beim AVI Format, multimediale Inhalte wie Bild, Ton und Untertitel zusammengefasst werden, sondern auch 2D- und 3D- Grafiken. Zudem zeichnet sich dieses Format durch eine bessere Qualität aus, jedoch ist dadurch auch eine höhere Rechenleistung erforderlich.

4. Was ist WMV?

WMV, welches die Abkürzung von Windows media Video ist, wurde von Microsoft entwickelt und kann wie der Name schon sagt, nur von Windows verwendet. WMV hat den Vorteil, ähnlich wie beim MPEG Format, das Bild des Videos so zu komprimieren, dass die Größe der Datei sinkt, jedoch die Qualität nicht darunter leidet. Besonders geeignet ist WMV für WEB Videos, da diese Videos durch die kleine komprimierte Größe sehr schnell laden.

Dieses Format kann jedoch nicht auf mobilen Geräten wie von Apple oder auch von DVD Playern ohne weiteres abgespielt werden, weswegen es sich auch nicht als Standard Video Streaming eignet.

5. Was ist FLV?

Das FLV (Flash Video) wurde von dem Adobe System entwickelt und erfordert somit zum Abspielen der Videos den Adobe Flash Player, dies ist nur einer von mehreren Gründen weshalb man den Flash Player von Adobe runterladen sollte.

Hauptsächlich wird dieses Format dazu verwendet um im Internet Seiten zu streamen in dem das flash Video Format in eine SWF Datei eingebettet wird. Auf Videoplattformen ist FLV sehr beliebt und gilt heutzutage als Standard Format im Web.

6.Was ist TS?

Das Format „TS“ steht für Transport Stream, welches eine Video Transport Strom Datei ist und meist mit mpeg2 komprimiert wird. Die Endung sieht man jedoch eher selten und deswegen meist mit einem TS Converter in ein passendes Format gebracht werden. Dieses Format wird hauptsächlich bei digitalem Fernsehen verwendet, da es auch bei schlechter Übertragungsqualität durch eine bestimmte Korrektur der Fehler läuft.

Um diese Dateien auf dem DVD Player abspielen zu können, muss es erst in eine normale mpeg Datei umgewandelt werden. Daher eignet sich das Programm eher als Übergangs Format.

Warum gibt es verschiedene Video Formate?

Die Anzahl der verschiedenen Videoformate ist hoch, die Gründe dafür recht simpel.

Während zu Beginn das Ziel lediglich darin lag Filme zu streamen, sind heutzutage die Video Qualität und ihre Größe entscheidende Faktoren. Viele legen nämlich nun Wert auf die Effizienz. Man möchte die größtmögliche Video Qualität erreichen, aber trotzdem die Dateigröße gering halten.

Diese Effizienz ist durch die technische Entwicklung zu erreichen, welches einen weiteren Grund für verschiedene Videoformate darstellt. Denn es wurde stets etwas verbessert, sodass immer wieder neue Formate erschienen sind. Zudem gibt es verschiedene Entwickler, die für ihre eigene Software, Formate mit unterschiedlichen Eigenschaften kreiert haben.

Wie kann man Videoformate konvertieren?

Um eine Video Datei mit beispielsweise der Endung mp4 auf einen DVD Player abspielen zu können, muss diese Datei zunächst in ein kleineres Video Format umgewandelt werden.

Hierfür kann man beispielsweise bestimmte Converter Softwares gratis runterladen, um seine Videoformate zu konvertieren. Neben den Softwares gibt es noch zahlreiche kostenlose online Converter.

Fazit

Die meisten Streaming Seiten wie zum Beispiel YouTube unterstützen mittlerweile einen großen Teil der Video Formate.  Für bestimmte DVD Player ist aber jedoch noch darauf zu achten die richtigen Formate auszuwählen.

Welches Video Format euer Smartphone erstellt könnt ihr immer an der entsprechenden Dateiendung erkennen, wenn die Datei auf dem PC abgespeichert wird. Welches das beste oder das kleinste Videoformat ist, ist schwer zu sagen, denn jedes Video Format hat seine Vor- und Nachteile.

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