Was macht eine Ransomware und wie kann man sich schützen

Eine sogenannte Ransomware kann beim Computer erheblichen Schaden anrichten. Jeder hat auf seinem Computer sensible Daten, wie E-Mailverkehr oder persönliche Fotos, die er gerne privat hält. Dies machen sich Erpresser zu Nutzen. Leider beschäftigen sich die meisten Computernutzer erst mit der Problematik, wenn es bereits zu spät ist:

Ransomware: Was ist das und wie geht man damit um?

Computer gesperrt durch Ransomware

Ransom kommt aus dem Englischen und lässt sich mit Lösegeld übersetzen. Kurz gesagt handelt es sich bei der Ransomware um ein Schadprogramm. Die Ransomware sperrt hierbei den Computer oder sperrt den Zugang zu bestimmten Daten, die sich auf ihm befinden.

Und schon geht es auch mit der Lösegeldforderung los: Die Täter drohen die Daten nur freizugeben, wenn ihre Geldforderungen erfüllt wurden.

Wie erkennt man, ob man betroffen ist?

Ein gesperrter Bildschirm oder aber ein Erpresserbrief ist das erste Anzeichen, dass man der Schadsoftware zum Opfer gefallen ist. Wer keine Antiviren-Software installiert hat, erkennt einen Angriff erst, wenn er bereits begangen wurde. Dabei ist es nicht gerade förderlich, dass die Schadsoftware sich selbst vernichtet, nachdem sie ihr Werk getan hat. Stattdessen erscheint ein Zahlungsfenster, welches sich erst wieder schließen lässt, wenn den Forderungen nachgegangen wurde.

Kann man sich von der Software befreien?

Den Computer von der Schadsoftware zu befreien und ihn wieder in seinem vollen Umfang nutzen zu können, ist kaum möglich. Zwar kann man den Computer von der Software befreien, dennoch sind die Daten meist unwiederbringlich zerstört. Selbst wenn man das verlangte Lösegeld zahlt, führt das nicht immer zu einer Wiederherstellung.

Sollte das Lösegeld bezahlt werden?

Kommen wir also zur Frage, ob es ein Szenario gibt, bei dem das Lösegeld bezahlt werden sollte. Dies lässt sich mit einem klaren: NEIN beantworten. Je mehr Menschen darauf eingehen, desto mehr Macht erlangen die Erpresser. In den meisten Fällen sind dann nicht nur die Daten, sondern auch das Geld weg.

Besser also gar nicht erst mit den Tätern kommunizieren, um kein Angriffsfeld zu bieten. Andernfalls gab es schon Fälle, wo eine Kooperation dazu führte, dass noch mehr Forderungen gestellt wurden oder die Drohung im Raum stand, die Daten zu veröffentlichen.

So vermeidest Du einen Angriff

Ransomware Angriff vermeiden

Ein solches Schadprogramm geht zwar sehr geschickt vor, lässt sich aber abwehren. Vorbeugen ist also das Beste. Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch ganz besonders für Unternehmen. Der Schutz gegen Ransomware im Unternehmen sollte höchste Priorität haben.

Wichtig dafür ist es, sich im Internet stets wachsam und verantwortungsbewusst zu verhalten. Es ist dabei darauf zu achten, dass sich die Computersoftware auf dem neusten Stand befindet. So gibt es erst gar keine Lücken, die ein Eindringen von außen ermöglichen.

Ein weiterer Schritt, um sich nicht von den Lösegeldforderungen abhängig zu machen ist, seine Daten regelmäßig zu sichern. Ein regelmäßiges Backup ist sowieso nur zu empfehlen, gerade wenn es sich um einen Firmencomputer handelt. Je nachdem um welche Daten es sich handelt, kann man die Forderungen der Erpresser dann ignorieren, seinen Computer von der Software befreien, zukünftig besser sichern und einfach weiter machen.

Ransomware gelangt oft auch mittels Werbung auf den Computer. Das Installieren von Werbeblockern ist sehr schnell erledigt und leistet gute Dienste.

All diese Features können deinen Computer zwar schützen, aber der wichtigste Schutz bist du selber: Bei sämtlichen Emails sollte immer der Absender überprüft werden. Ebenfalls ist davon abzuraten, auf irgendwelche dubiosen Links zu klicken.

Zusammenfassung und Fazit

Zum Schluss noch ein Tipp, der selbstverständlich sein sollte, aber es leider immer noch nicht ist: Ein gutes Antivirenprogramm bei Benutzung eines Computers ist enorm wichtig! Unternehmen sollten in sehr starke Programme investieren, während Privatpersonen mit herkömmlichen Antivirenprogrammen ausreichend gut bedient sind.

Ist der Virus aber erstmal auf dem Computer, sorgen Ransomware-Cleaner dafür, dass der Sperrbildschirm und die Lösegeldforderung verschwindet.