Wer hat den Plattenspieler erfunden?

Klassische Schallplattenspieler erleben seit 2015 ein Comeback, so dass heutzutage selbst Lidl, Aldi und andere Discounter entsprechende Geräte wieder im Angebot haben. Aber wo genau zieht man die Grenze zwischen Plattenspieler und Grammophon, und wer hat den Plattenspieler eigentlich erfunden? Wir geben eine kurze Übersicht zu genau diesem Thema.

Die Geschichte des Plattenspielers

Grammophon

Obwohl es 1880 bereits den Phonographen und das Grammophon gab, die die geistigen wie auch mechanischen Vorläufer des heute gebräuchlichen Schallplattenspielers waren, so ist sowohl der Name des Plattenspielers als auch der Name seines Mediums, der Schallplatte, erst 1887 aufgekommen.

Emil Berliner war der Namensgeber, als er in diesem Jahr ein Patent auf einen scheibenförmigen Tonträger anmeldete, in den schneckenförmig von außen nach innen, in Seitenschrift, eine Rille geritzt wurde, so dass die Schwingungen in der Aufnahme-Membran analog erhalten wurden.

Das ursprüngliche Grammophon war als Abspiel- und Aufnahmegerät ebenfalls Bestandteil des Patents, wurde von Berliner jedoch folglich Schallplattenspieler getauft.

Der große Vorteil dieser neu erfundenen Scheibe gegenüber der Erfindung Edisons im Jahre 1877 war die Reproduzierbarkeit. Edisons patentierter, zylinderförmiger Tonträger musste einzeln bespielt werden, so dass er für den Normalverbraucher unerschwinglich war. Die Schallplatte bestand zu Anfang aus Hartgummi, schon bald wurde sie aber aus einem Gemisch aus Ruß (daher die Farbe), Schellack (daher die Zerbrechlichkeit), Baumwollflocken und Schieferpulver hergestellt, was sich als sehr viel preisgünstiger erwies. Die industrielle Fertigung der Platten begann und wurde von Berliner bis 1910 perfektioniert, durch z.B. das Aufkleben von Papier-Etiketten in der Mitte oder das Bespielen beider Seiten.

Zusammenfassung und Fazit

Die typische Schellackplatte mit 78 Umdrehungen pro Minute war für über 60 Jahre lang unveränderter König unter den Tonträgern auf der Welt, in der DDR und Osteuropa sogar bis 1961, in Teilen Asiens bis 1968. Erst dann wurde sie von Schallplatten aus Vinyl, „33er“ Langspielplatten und „45er“ Singles abgelöst. Jedoch ist das Grundprinzip Emil Berliners auch bis heute auf unseren Schallplatten erhalten – einzig eine wesentlich engere Füllschrift findet sich auf den heutigen Tonträgern, die dank des mittlerweile verwendeten Kunststoffmaterials ermöglicht wurde.

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