Computersicherheit: Mit diesen Tipps haben Cyberkriminelle keine Chance

Cyberkriminalität ist weit verbreitet. Die Attacken zielen sowohl auf Prominente und Politiker als auch auf Unternehmen und Privatpersonen ab und verursachen jedes Jahr hohe Schäden. Allein im Jahr 2021 sind in Deutschland 9 von 10 Firmen von Cyberangriffen getroffen worden. Dieser Artikel erläutert, auf welche Weise virtuelle Kriminalität abläuft und wie man sich davor schützen kann.

Formen von Cyberkriminalität

Formen von Cyberkriminalität

Als besonders beliebte Art der virtuellen Kriminalität ist Datenmissbrauch zu nennen. Darunter ist zu verstehen, dass Login-Informationen für Online-Banking, Konten bei Versandhändlern, Social-Media- oder E-Mail-Accounts abgegriffen, auf Servern im Ausland gespeichert und für illegale Aktivitäten verwendet werden.

Vom Datenmissbrauch ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Identitätsdiebstahl, bei dem zum Beispiel Bestellungen im Namen einer Person getätigt werden, ohne dass diese davon weiß. Auch der Abschluss von Abonnements oder anderen Verträgen ist möglich und kann für die geschädigten Personen teuer werden.

Den Zugang zu den Daten, die die Kriminellen für einen Identitätsdiebstahl benötigen, erhalten sie unter anderem über Phishing. Als Phishing werden fingierte E-Mails, Anrufe, SMS, WhatsApp-Nachrichten oder Anfragen auf Social Media bezeichnet, mit denen Kriminelle versuchen, an sensible Informationen zu gelangen.

Die gefälschten Nachrichten nutzen Firmenlogos und ahmen den Aufbau der gewohnten E-Mails täuschend echt nach, sodass die vertraute Optik den Nutzer dazu verleitet, dem Absender zu vertrauen und beispielsweise Login-Daten preiszugeben.

Eine andere Form von Cyberkriminalität besteht in Schadsoftware wie Viren und Würmern, die im besten Fall nur das System verlangsamen und es im schlimmsten Fall komplett lahmlegen. Auch Keylogger, die Tastatureingaben aufzeichnen und an die Kriminellen versenden, und Trojaner gehören in die Rubrik der Schadsoftware.

Eine besonders perfide Art von Malware sind Encrypting-Viren, die das komplette System mit allen Daten verschlüsseln und erst gegen Bezahlung eines Lösegelds wieder freigeben. Der PC und die Daten werden somit als Geisel genommen, weshalb diese Form von Schadsoftware auch als Ransomware bezeichnet wird.

Wie kann man sich vor den verschiedenen Formen der Angriffe schützen?

Schutz gegen Cyberattacken

Für einen zuverlässigen Schutz ist es zum einen wichtig, die Firewall des PCs zu aktivieren, da sie bereits viele Angriffe abblocken kann. Zum anderen sollte das Betriebssystem regelmäßig aktualisiert werden, weil die Updates die Sicherheit des Systems verbessern, indem Lücken geschlossen werden, die Cyberkriminelle ausnutzen könnten.

Unerlässlich ist zudem die Verwendung einer hochwertigen Antivirus-Software, die Malware erkennt, bevor sie Schaden anrichten kann. Der Hersteller Avira bietet hier eine gute kostenfreie Lösung. Antivirenprogramme haben im Kampf gegen Cyberkriminalität einen besonders hohen Stellenwert.

Trotz aller persönlichen Vorsichtsmaßnahmen und der Verwendung einer Firewall ist die Nutzung des Internets ohne zusätzlichen Schutz durch Antivirensoftware sehr riskant, da das System theoretisch bei jedem Datenaustausch mit Malware infiziert werden kann.

Diese Schadprogramme verbreiten sich anschließend weiter, indem sie sich zum Beispiel unbemerkt an E-Mails anhängen und den Empfänger der E-Mail ebenfalls infizieren.

Weitere Tipps, um sich gegen Cyberkriminalität abzusichern

Generell sollte man Anfragen von Fremden auf sozialen Netzwerken mit Vorsicht behandeln. Es kann sich um Kriminelle handeln, die es darauf abgesehen haben, an sensible Informationen wie den vollständigen Namen und das Geburtsdatum zu gelangen, die sie anschließend missbrauchen. Um Datendiebstahl vorzubeugen, sollte man auch Abstand von Online-Gewinnspielen und der Bestellung von kostenlosen Produktproben nehmen.

Hierbei werden in der Regel viele persönliche Informationen abgefragt, die unter Umständen nicht sicher verwahrt werden und für Kriminelle zugänglich sein können.

Bei der Verwendung öffentlicher WLANs sollten zudem die Sicherheitseinstellungen für die Internetverbindung entsprechend verschärft und keine für Kriminelle interessante Vorgänge wie Online-Banking durchgeführt werden. Bei öffentlichen Netzwerken empfiehlt sich die Verwendung eines VPN (virtual private network), das die Kommunikation verschlüsselt und den Zugang für unbefugte Personen erschwert.

Zudem sollte man keine E-Mails von unbekannten Absendern öffnen und keinesfalls Anhänge von solchen E-Mails herunterladen oder anzeigen lassen. Insbesondere E-Mails von Banken, Versandhändlern oder Online-Zahldiensten, die zur Eingabe von Daten oder Passwörtern auffordern, sollten durch einen Anruf bei dem Unternehmen auf ihre Echtheit überprüft werden.

Fazit

Virtuelle Kriminalität ist eine ernstzunehmende Gefahr, vor der man sich jedoch mit den vorgenannten Tipps wirksam schützen kann. Insbesondere eine Antivirensoftware trägt dazu bei, das Surfen im Internet sicher zu machen und den eigenen Rechner sowie die persönlichen Daten vor Diebstahl, Malware und anderen Attacken zu schützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.