Warensicherung mit RFID – keine Chance für Ladendiebe

Zur Warensicherung gegen Ladendiebstahl statten immer mehr Unternehmen des Einzelhandels ihre Verkaufsräume entweder mit Videoüberwachung oder mit AM- bzw. RFID-Systemen aus. Diebstahlsicherung per Videokamera bzw. über AM-System gibt es schon seit längerer Zeit.

So bietet z. B. die Firma WG Global individuelle Lösungen an, zu denen die Überwachung der Verkaufsräume per Videokamera und das passive RFID, kombiniert mit einer akustomagnetischen Sicherung, gehören. Bei einer derartigen Warensicherung wird ein Etikett auf der zu sichernden Ware, z. B. einem Kleidungsstück, angebracht.

Dieses Etikett enthält einen Sensor und einen RFID-Mikrochip und löst im Ausgangsbereich des Shops ein Alarmsignal aus, wenn der Dieb mit dem Kleidungsstück den Shop verlässt. Bei diesem besonderen Etikett werden die über RFID abgerufenen Daten noch zusätzlich für Marketing-Zwecke genutzt.

Nähere Informationen findet der interessierte Leser unter www.wgglobal.de.

RFID – Warensicherung der besonderen Art

Warensicherung mit RFIDAuch das RFID-Sicherungssystem nutzt Etiketten, auch Smart Tags oder Transponder genannt, die auf der zu sichernden Ware befestigt sind. Allerdings sind diese Tags nicht akustomagnetisch zu aktivieren, sondern über Funkwellen: Der im Transponder befindliche, oft nur 3 Quadratmillimeter große Mikrochip kann über ein Lesegerät (Reader) gelesen und auch beschrieben werden.

Je nach Reichweite des RFID-Chips kann man die getaggte Ware bis zu einem Kilometer weit verfolgen. So werden z. B. bei der von WG Global verwendeten Warensicherung die Daten des im Tinten-Etikett befindlichen RFID-Chips an den PC übermittelt, der dem Verkaufspersonal genau anzeigt, in welchem Bereich des Verkaufsraums sich der Kunde mit dem getaggten Kleidungsstück gerade befindet.

Auch über eine Videoüberwachung wäre diese Kontrolle möglich. Die Identifizierung der so etikettierten Objekte erfolgt ohne Berührung und ohne Sichtkontakt. Die Vorteile eines RFID-Systems zur Warensicherung liegen klar auf der Hand: Die oft sehr kleinen Etiketten sind unauffällig auf der Ware anzubringen und zudem sehr preisgünstig.

Zur Vermeidung von Lesefehlern können sie einfach mit einer Metallfolie unterlegt werden. Auch Pulklesung ist mit RFID möglich: Die Objekte werden übereinander gestapelt und einfach als Stapel eingelesen. Je nach Anwendungsbereich kann der RFID-Mikrochip eine Speicherkapazität von 1 Bit bis zu mehreren KBytes haben.

Bei der Warensicherung verwendet man meist 1-Bit-Transponder, die auf Anfrage lediglich „da“ oder „nicht da“ antworten. Zur dauerhaften Deaktivierung des RFID-Chips benutzt man einen kill code.

RFID macht die Warensicherung noch effizienter und unauffälliger und hilft den Unternehmen, Kosten einzusparen. Dies ist auch der Grund, weshalb immer mehr Einzelhandels- und Logistik-Unternehmen den Barcode durch RFID ersetzen wollen.

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