Live-Streaming: ein Trend, der die Welt verändert

Live-Streaming: ein Trend, der die Welt verändert
Bild von Greg Peatfield auf Pixabay

Wer erinnert sich noch an die 80er-Jahre, wenn während der großen Samstagabendschau eine Live-Schaltung versucht wurde, die naturgemäß irgendwo hängen blieb oder gar nicht erst zustande kam? Damals handelte es sich um eine abenteuerliche Technik, für die jede Menge Ausrüstung nötig war, ohne Garantie, dass zum richtigen Zeitpunkt die Verbindung stand.

Heute gehört Live Streaming zu den Selbstverständlichkeiten des Lebens, und das für jedermann, nicht nur für die großen Fernsehsender.

Videothek versus Blockbuster-Streaming

Die professionellen Anbieter sind auf diesem Gebiet allerdings noch lange nicht ausgemerzt. Eher gibt es einige hochkarätige Platzhirsche, die sich ihren hohen Rang nicht so einfach nehmen lassen: Auf dem Gebiet der Kinofilme und Blockbuster sind das ohne Zweifel Amazon und Netflix, die ihre gigantische Sammlung von Filmmaterial der Menschheit zur Verfügung stellen.

Egal, wo sich der Filmfan auch befindet: Wenn nur genügend „Netz“ vorhanden ist, kann er / sie jederzeit jeden beliebigen Film auf seinem Gerät anschauen. Ein wahrer Quantensprung im Vergleich zu Zeiten, als Menschen noch für einen „Videoabend“ in die nächste Videothek fahren mussten, um sich dort mühsam einen Film auszusuchen, diesen dann nach Nutzung zurückzuspulen und möglichst vor Fristende wieder abzugeben.

Dabei wurde für jeden einzelnen Film eine Gebühr fällig, der Begriff „Flatrate“ war auf diesem Sektor nicht einmal geboren.

Digitale Ergänzungen zur lokalen Spielbank

Casinos waren im letzten Jahrhundert natürlich schon bekannt und verbreitet, doch gab es kaum Möglichkeiten, den Spielern beim Turnier über die Schulter zu sehen. Außer natürlich, man war direkt beim Event anwesend, aber auch in dem Fall tat sich kaum die Gelegenheit auf für einen Blick von hinten auf sämtliche Karten. Heute gibt es dafür Live-Übertragungen im Netz, die darauf ausgerichtet sind, die Zuschauer direkt ins Geschehen zu beamen.

Ergänzend dazu kommen im Internet immer mehr Live Casinos auf, die dem User die Gelegenheit bieten, selbst aktiv an verschiedenen Spielen teilzunehmen. Teilweise sitzen hier sogar echte Croupiers am Tisch und auch die Mitspieler aus aller Welt zeigen Gesicht.

Im Grunde muss damit niemand mehr einen langen Weg in die nächste Spielbank auf sich nehmen, um seinen Spieltrieb auszuleben. Allerdings gibt es tatsächlich noch einen gewissen Unterschied zwischen „live“ und „live“: Beides hat nebeneinander seine Berechtigung.

Konzerte im heimischen Wohnzimmer genießen

Das Woodstock-Festival im Jahr 1969 war ein singuläres Ereignis, das sich auf ein und dieselbe Weise nie wieder wiederholen lässt. So viele Konzertveranstalter haben es bereits versucht, doch kein Event reichte je an das Original heran! Der viele Matsch, die Hippie-Kultur, die Menschenmassen … Bei genauer Betrachtung ist nicht einmal jeder Festival-Fan an einer Wiederholung interessiert!

Manche Menschen genießen es auch, ein völlig sauberes, menschenfreies und bequemes Konzert im eigenen Wohnzimmer zu erleben, mit wunderbarem Sound, aber ohne weitere Nebenerscheinungen. Das geht heute problemlos live, weil viele Musik-Events im Netz übertragen werden.

Dann kommt der Jubel der Fans zusätzlich zu den instrumentalen Klängen direkt ins Haus, und der Blick auf die Bühne bleibt dauerhaft unversperrt. Sogar der Sitzplatz ist gesichert, und wer es ganz gemütlich haben möchte, genießt seinen Konzertabend einfach im Liegen.

Konzerte im heimischen Wohnzimmer genießen
Bild von gigslive12 auf Pixabay

Sport-Events streamen – immer am Ball

Auch der Sport lässt sich nicht lumpen, er wird per World Wide Web ohne Umwege ins Haus geliefert. Die großen Veranstaltungen und Turniere gehören mittlerweile schon zum digitalen Establishment, zusätzlich rücken immer mehr kleinere Sport-Events ins Visier. Manchmal greift einfach ein Fan oder Zuschauer zum Smartphone, um ein regionales Ereignis zu filmen und auf seinem Youtube-Kanal oder auf Facebook live zu streamen.

„Jedermann“ kann heute ein Sportreporter sein, ohne dafür eine besondere Ausrüstung zu brauchen. Das ist eine Entwicklung, die allen Parteien Freude bereitet: Sowohl den passionierten privaten Streamern als auch ihrem Publikum, das sich rasant vermehrt, wenn die Inhalte nur spannend genug sind. Nicht allein der Sport ist davon betroffen, auch viele andere Gebiete des täglichen Lebens werden zum Gegenstand von Live-Streams.

Die virtuellen Medien bilden so das Sprachrohr für Millionen von Menschen, ein Phänomen, das in den fernen Achtzigern auf fassungsloses Staunen getroffen wäre.

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